Kloster Michaelstein

Klosterkirche von 1720

Kloster Michaelstein bei Blankenburg (Harz) im Stadtplan

Die Klosterkirche Michaelstein ist kostenlos täglich zu den Museumszeiten geöffnet.

April bis Oktober: täglich 10.00-18.00 Uhr


November bis März: Dienstag bis Samstag 14.00-17.00 Uhr
Sonntag und feiertags 10.00-17.00 Uhr 
 

Besinnungsweg - Das Pfarrerehepaar Lundbeck vermittelt die Spiritualität des Kreuzgangs. Anfragen an Pfarrer Axel Lundbeck Tel.: 03944/369075 oder Mail 

Für die Führungen erbitten wir eine Spende, Richtwert: 20,-€ pro Gruppe

Geschichte:

Seit dem 10. Jahrh. gibt es im Volkmarskeller eine dem Erzengel Michael geweihte Kirche. (ca. 4 km im Wald entfernt).

Anfang des 12. Jh Graf Burchard vermacht Volkmars Einsiedlern Land und tritt selbst der Bruderschaft bei.

1146
Stiftung des Zisterzienserklosters durch Beatrix II, Äbtissin von Quedlinburg. Mönche kommen aus Kamp am Niederrhein.

1160
Tod von Beatrix II. Sie wird vermutlich in der Kirche beigesetzt.
Später werden die Gebeine von Beatrix I (gestorben 1061 !) überführt und ebenfalls in der Klosterkirche beigesetzt. Sie befinden heute sich in der Außenwand der jetzigen Kirche.

1212
Graf Siegfried stiftet ein Hospital für Arme und stattet es mit Einkünften aus.

1280
Im Kloster leben 50 Chor- Mönche und 98 Laien- Brüder.

Um 1300
Weihe der Glocke, die bis heute geläutet wird. Sie hängt jetzt im Torhaus.

1525 + 1533
Zerstörung der Klosterkirche im Bauernkrieg. Die Gottesdienste finden bis 1720 im Kapitelsaal statt.

1544
Das Kloster wird evangelisch: Abt Gregor übergibt es Graf Ernst von Blankenburg. Er gründet eine Lateinschule.

1618 - 48
Während des Dreißigjährigen Krieges wird das Kloster drei Mal katholisch (mit Mönchen) und wieder evangelisch.

1717-
Einrichtung eines Predigerseminars: Angehende Geistliche mit abgeschlossenem Studium sollen sich weiterbilden, den Hofprediger entlasten, Schulunterricht geben und am klösterlichen Leben teilnehmen. Der Konvent (Abt, Prior, Subprior, Rektor, Kantor) bleibt erhalten.

1720
Für dieses Seminar wird der desolate Westflügel umgebaut und die kleine Kirche eingeweiht (Baumeister H. Korb). An der Kanzel steht in hebräischen Buchstaben der Gottesname. (יהוהsiehe Bild)

1708 - 26
E. Finen, Hofprediger und Beichtvater des Herzogs ist erster Abt des Predigerseminars.
Sein Epitaph hängt an der Außenwand der Kirche.

1808
Mit Schließung des Predigerseminars endet das klösterliche Leben. Das Kloster wird Staatsdomäne.

1876
Die Räume des Klosters werden teils zu Wohnungen umgebaut, teils für landwirtschaftliche Zwecke genutzt. Die Kirchgemeinde nutzt die Kirche. Es gibt eine kirchliche Grundschule.

2000
Die Kirchengemeinde Oesig - Michaelstein vereinigt sich mit den evangelisch- lutherischen Kirchengemeinden Blankenburg. Die sonntäglichen Gottesdienste finden seit dem in den Blankenburger Kirchen statt. (In der Regel: 9.30 Uhr Bergkirche St. Bartholomäus/ 10.30 Uhr Lutherkirche im Georgenhof)

2009
Die offene Kirche wird Radwegekirche